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Mobbing

Der Begriff Mobbing taucht in den letzten Jahren immer wieder auf, wenn es um Hänseleien und Ausgrenzung in der Schule geht. Das Wort stammt aus dem Englischen, wo "mob" soviel wie Meute oder Pöbel bedeutet. Dabei beschreibt der englische Fachbegriff nichts wirklich Neues - neu ist allerdings die Aufmerksamkeit, die dem Phänomen Mobbing inzwischen zukommt. Und das völlig zu Recht, schließlich kann das gemeinschaftliche Pöbeln, Hänseln (sogenanntes direktes Mobbing) oder konsequente Ausgrenzen und Ignorieren (indirektes Mobbing) einzelner Schülerinnen und Schüler gravierende Folgen haben. Langfristig leiden Mobbing-Opfer nicht allein unter den verbalen Gemeinheiten selbst, sondern an verschiedensten Begleiterscheinungen - von verringertem Selbstwertgefühl bis hin zur regelrechten Angst vor dem Schulbesuch. Besonders tragisch: Viele Betroffene schämen sich für die Vorgänge und suchen nicht selten die Schuld bei sich selbst. Immer wieder kreisen Gedanken darum, was man selbst falsch gemacht haben könnte. Andere Betroffene wissen, dass sie selbst vielleicht nur zufällig Opfer einer Mobbing-Attacke geworden sind - und finden trotzdem keinen Weg aus dem Teufelskreis. Denn hier liegt die perfide Logik des Mobbings: Die Täter, oftmals in einer größeren Gruppe zusammengeschlossen, können sich fast gewiss sein, dass ihr Opfer kein Interesse an Bekanntwerdung des (für ihn oftmals peinlichen) Szenarios hat.

Der erste Schritt aus dem Teufelskreis kann also nur das Gespräch mit einer Vertrauensperson sein. Hier sind Betroffene, aber auch LehrerInnen, Eltern und nicht zuletzt auch Gleichaltrige gefragt: Wer merkt, dass sich ein Kind immer mehr zurück zieht, Angst hat vor sozialen Kontakten und dem Schulbesuch, der sollte spätestens jetzt alarmiert sein. Übrigens reagiert jeder Mensch anders - auch Aggressionen, zum Beispiel gegen Eltern oder jüngere Geschwister, können ein Anzeichen für Mobbing in der Schule sein. Oftmals genügt dann schon ein ruhiges Gespräch, um den Bann zu brechen und mehr über die belastende Situation zu erfahren. Für viele Betroffene birgt bereits dieser erste Schritt eine enorme Entlastung, so dass nicht selten das nötige Selbstbewusstsein geschaffen wird, um den Mobbing-Tätern die Stirn zu bieten.

Häufig ist aber die Unterstützung zum Beispiel durch Eltern, Klassen- oder Vertrauenslehrer nötig. Hier sind ganz verschiedene Handlungsmöglichkeiten denkbar: Von der Öffentlichmachung des Problems zum Beispiel in der Klassenversammlung bis hin zum allgemeinen Thementag rund ums Mobbing. Welche Schritte in die Wege geleitet werden, sollte immer auch mit dem oder der Betroffenen gemeinsam überlegt werden. In schweren Fällen und bei enormer Angst des Mobbing-Opfers sollte man in jedem Fall auf professionelle Hilfe, beispielsweise bei einer Beratungsstelle, zurückgreifen.

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